Unser Besuch in BSD-City

Am Samstag wollten wir endlich einmal den Kindergarten, für Sarah in den Sie nach unseren Umzug, Ende des Jahres nach BSD-City, gehen soll, besuchen! Gleichzeitig wollten wir unser Haus aufsuchen, was ich mir schon grauenhaft vorstellte, da wir nun über 2 Monate nicht da waren. Im August wurde der Vorgarten und der Garten von Unkraut befreit, wie mag es jetzt da aussehen?

Aber erst hieß es ein Paket von der Post zu holen. Hier scheint es tatsächlich in Indonesien so zu sein, sobald ein Paket unhandlich ist muss man hellseherische Fähigkeiten besitzen.

Ich habe in Australien ein paar Sachen für ein Projekt eingekauft, Summe so um die 160 AU$. Gott sei Dank hat mir der Lieferant die EMS Trackingnr. gegeben die ich natürlich täglich prüfte. War ja auch eine Expresssendung! Am 09.11.2010 stand dann auf einmal “09/11/10 09:10 Attempted Delivery“, was bedeutet, das ein Zustellversuch stattgefunden hatte. Ich also runter und die Empfangsdame an der Lobby gefragt ob ein Paket versucht wurde, zugestellt zu werden. Nein, auch im Briefkasten keine Information über eine Zustellung und wie und wo ich mein Paket abholen kann. Also wieder nach oben und versucht eine Kontaktmöglichkeit zu EMS herauszufinden. Schön man kann eine Email schreiben. Dieses habe ich sofort erledigt und natürlich die Optionen Lese- und Empfangsbestätigung aktiviert. Bis heute habe ich wender einen Nachweis, dass meine Email gelesen wurde noch eine Antwort erhalten, auf die Frage wo ich mein Paket abholen kann.

Am Mittwoch war ich dann bei einer Post und zeigte die Tracking-Nr. und wollte wissen, wieso mein Paket nicht zugestellt wurde? Am Telefon sagte man mir, dass Zoll darauf zu entrichten sei. Ich sagte trotzdem man solle mir das Paket liefern, da ich den Zoll Selbstverständlich bezahlen werde. Man redetet hin und her und ich sagte sie sollen meine Frau anrufen, da diese bahasa spricht, gab die Telefonnummer, aber einen Rückruf gab es nicht. Also beschlossen wir am Samstag, mal ein paar Hauptpoststellen abzufahren, und hatten gleich bei der ersten Glück. Auf Anfragen wieso das Paket nicht ordnungsgemäß zugestellt wurde und auch keine Informationen hinterlegt wurden, versuchte man sich scheinheilige herauszureden. Zum Schluss waren Gesamtzollgebühren in Höhe von 290.000 IDR (23,72 €)zu bezahlen. Als ich diese Summe bezahlen wollte wurde mir ein Zettel mit einer Gesamtsumme von +7.000 Rp also 297.000 Rp zugeschoben. Als ich fragte was die 7.000 Rp seien sagte man mir Postgebühren. Als ich forderte diese mit in der Rechnung aufzuführen, weigerte man sich und sagte das sei so üblich. Ich bestand auf einen Nachweis und lies den Vorgesetzten antreten. Ihm machte ich daraufaufmerksam, das ich wenn ich keine Rechnung bekomme dieses als Korruption sehe, und siehe da ich bekam eine Quittung die folgende Gebühren aufschlüsselte. 3.000 Rp Postgebühren und 4.000 Rp Umverpackung. Auf meine Frage was um verpackt wurde erhielt ich keine Antwort, war ja alles Originalverpackt und das Öffnen vom Zoll war ja in den Zollgebühren mit enthalten. Eine andere Story mit der Post Indonesia und Paketsendungen , die ich erlebt habe kann man unter “Der Lange Weg eines Weihnachtpaketes” nachlesen.

Nach dem wir das Paket, endlich in den Händen hielten, machten wir uns auf den Weg nach BSD-City. Meine Frau wollte heute unbedingt Geld sparen und sagte wir fahren mit dem Bus! Ok so schlimm wird das schon nicht werden *lach*

Wir nahmen also ein Taxi bis zu der Bushaltestelle, von wo dieser Bus abfährt. Dieser Fernbus fährt nach geregelten Zeit und am Wochenende alle 30 min. Ich staunte nicht schlecht als er sogar Pünktlich kam aber ca. 30 m vor der Haltestelle hielt, da davor ein Taxi und mehrere Motorräder parkten, die man mit Fahrer mieten kann.

Wenn man nicht aufpasst, kann es sein, dass der Bus, einfach ohne einen weiterfährt. Der Bus, ein Mercedes hatte zwar auch schon seine Jährchen auf dem Buckel war aber sauber und selbst die Kopfstützen waren mit einem extra weißen Bezug bezogen. Wir fuhren erst ein paar Haltestellen ab bevor es endlich fast direkt an unserer Haustür (Central Park) in Richtung BSD-City ging. Hinter der ersten Mautstelle hielt der Bus auf einmal an und der Beifahrer fing an das Geld zu kassieren. Für uns drei waren 24.000 Rp (ca. 1,96 €) fällig. Nach ca. 30 min rasanter Fahrt über die Autobahn, (so manchmal musste der Bus fast eine Vollbremsung hinlegen), waren wir kurz vor BSD-City, als auf einmal der Fahrer und Beifahrer ausstiegen. Was sie machten weis ich nicht, nur das wir als wir von der Autobahn herunterfuhren kurz anhielten und ein Typ einstieg und die Passagiere zählte und dann ein Geldbündel in die Hand gedrückt bekam! Ob es sich um Schutzgeld handelt oder der Eigentümer des Busses sein Geld bei dem Fahrer für Unsicher hielt konnte ich nicht klären, war jedenfalls schon komisch diese Aktion. Wir stiegen bei einem Einkaufzentrum aus, was sich als eine Station zu früh herausstellte. Der Vorteil wir bekamen gleich ein Taxi, was uns zum Kindergarten bringen sollte. Leider kannte weder meine Frau noch der Fahrer den Weg, sodass wir erst einmal in BSD-City umher irrten, bis meine Frau im Kindergarten anrief und die Dame dem Taxifahrer am Telefon erklärte wo der Kindergarten ist. Wir wendeten und fuhren ca 5 km zurück und waren dann endlich beim Kindergarten. Der erste Eindruck war ein wenig negativ.

  1. zu weit weg von unserem Haus
  2. ein kleines einstöckiges Haus mit vielleicht 50 m2
  3. der Vorgarten sah nicht, wie für Kinder geeignet aus.

Aber, wir wurden sofort freundlich begrüßt und erst einmal durch den Kindergarten geführt. Es gab mehrere Räume und vor allem einen Computerraum wo unteranderem Lernspiele gespielt werden können. Meine Tochter war davon schon total begeistert, da wir beide oft uns um den Platz am PC streiten :-). Die Terrasse wo es auch einen kleinen Pool gab, war sehr schön für Kinder eingerichtet. Als letztes besichtigten wir die Kinder WC, wo extra für Kleinkinder Toiletten vorhanden waren. Danach begaben wir uns ins Leiterzimmer wo nun die Sache der Finanzen und weitere Fragen geklärt wurden.

Als erstes, was Positiv zum bisherigen Kindergarten ist, jeden Monat findet ein Fieldday statt wo die Kinder irgendwo hin fahren. Im Januar ist z.B. der Besuch eine Poststelle geplant und im Februar die Feuerwehr. Im alten Kindergarten war man bisher nur im Central Park bei Carrefour oder Burger King und das findet auch nur einmal im Quartal. Im neuen gibt es monatlich ein Event. Im Kindergarten wird englisch gesprochen worauf ich besonders wert legte. Aber jeden Tag wird eine Stunde Mandarin (chinesisch) gelehrt, was ich für die Zukunft meiner Tochter nicht schlecht finde. Sie würde dann 4 Sprachen kennen (deutsch, indonesisch, englisch und mandarin).

Die Gebühren:

  • Anmeldegebühr: 5.500.000 Rp (450,00 €), wobei man bei Einmalzahlung 25 % Rabatt bekommt
  • Ausgaben für Fielddays pro Jahr: 800.000 Rp (65,43 €)
  • montl. Gebühr: 550.000 Rp (45,00 €)
  • 5 Tage pro Woche @ 3 h
  • Wenn man den Schulbus nutzt Kind wird von der Haustür abgeholt und wieder zurückgebracht, sind 150.000 Rp (12,27 €) im Monat fällig

Ist zwar alles ein wenig teurer als bisher und auch wenn eine Stunde weniger bleibt, gehe ich davon aus, dass der Wechsel ein Vorteil für Sarah ist.

Sarah beim Electro Motorad fahren im ITC BSD-City

Sarah beim Elektro Motorrad fahren im ITC BSD-City

Nach dem Kindergarten ging es, dann erst einmal ins Einkaufzentrum ITC. Sarah wollte unbedingt wiedereinmal mit einem Elektroauto fahren. 15 min kosten 10.000 Rp  (ca. 0,82 €). Also Buchten wir 2x 15 min, was Sarah sichtlich genoss.

Zum Abschluss gingen wir noch bei Pizza Hut essen, bevor wir unser zukünftiges zu Hause besuchten.

Man merkt es macht Sarah sichtlich Spaß

Man merkt es macht Sarah sichtlich Spaß

Nach ein paar Minuten hatten wir ein Taxi und los ging es. Leider kam der Taxifahrer aus Central Jakarta, sodass er sich nicht so auskannte in BSD-City. Nachdem er sich bei einem Kollegen nach dem Weg erkundigte waren wir nach ca. 10 min da.

Zum Schluß ging es dann noch mal mit einem Sportwagen um die Kurven :-)

Zum Schluß ging es dann noch mal mit einem Sportwagen um die Kurven 🙂

Der Vorgarten war schon wieder mit Unkraut überwuchert, was auf den Garten noch schlimmeres erahnen lies. Das Unkraut stand da auch schon fast 1 m hoch, was definitiv wieder immense Arbeit bedeutete. Im Haus wurde durch den letzten Sturm, ein Dachziegel beschädigt, sodass es jetzt im Schlafzimmer einregnet. Ein dicker brauner Fleck an der Decke weist darauf hin. Das Rundfenster im oberen Bad, was sich letztens gar nicht bewegen lies, da es wahrscheinlich seit dem Bau offen stand, war auf dereinen Seite aus seiner Halterung heraus gesprungen und hatte sich jetzt richtig verkeilt.

Da steckt jetzt noch mehr Arbeit drin, als wenn man dieses gleich behoben hätte. Genauso wie der Garten und der Vorgarten, wenn man da alle 3 Wochen mit einer Hacke durchmarschiert währe, würde man jetzt nicht wieder vor dem Anfang stehen. Aber egal wir werden das schon irgendwie hinbekommen. Man kann nur hoffen, das die Handwerker dieses auch in einer kurzen Zeit beheben können und nicht wieder sagen sie kommen und erst drei Tage Später damit anfangen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.