Präsident spricht sich für Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln aus

In seiner Jahresanfangsansprache sprach sich President Susilo Bambang Yudhoyono, gegen die immer noch in vielen Regionen übliche Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln aus.

Der Präsident, stellte den Mitgliedern der Regierung die Frage, welche Maßnahmen ergriffen werden können um die Erhöhung der Preise von Nahrungsmitteln entgegenzuwirken.

Der Preis von Chilischoten ist seit Dezember gestiegen und erreichte ein Niveau, das nun über dem Preis von Fleisch liegt.

Hausfrauen und Lebensmittel Händler klagen über die Preiserhöhung, während die Behörden damit beschäftigt sind sich zu streiten. Der Klimawandel wurde als erstes verdächtigt schuld an der Preiserhöhung zusein, aber wenn man genau hinschaut sind es die Spekulanten die den Preis auf dem Markt bestimmen.

Die Landwirtschaftsminister sagte vor kurzen, das Verbraucher auf Chilis verzichten sollen, während der Handelsminister den Menschen rät Chilesaucen oder getrocknete Chilies zu verbrauchen. Etwas später forderte die Regierung die Menschen auf Chilepflanzen in den Hinterhöfen zu pflanzen.

So wurden die Menschen durch verschiedene Ministerien verunsichert und der Preis der Nahrungsmittel stieg weiter an.

Indonesien kann froh sein, das es nicht gezwungen ist Chili zu Importieren, sagte der Präsident in seiner Ansprache.

Im Jahr 2010 musste Indonesien 1,23 Millionen Tonnen Reis importieren, und diesen teilweise Subventionieren. Für das Jahr 2011 prognostizierte der Präsident, dass Mais, Sojabohnen, Zucker und Rindfleisch importiert werden müssen, da der Verbrauch stetig steigt.

Maisproduktion betrug im Jahr 2010 18 Millionen Tonnen, während 0,8 Mio. Tonnen zusätzlich importiert werden mussten.

Die Sojabohnenproduktion näherte sich der 1 Mio. Tonnen Grenze, während die Einfuhren 1,2 Millionen Tonnen erreichten. Die Zuckerproduktionstieg auf 2,39 Mio. Tonnen trotzdem mussten 400.000 Tonnen importiert werden. Indonesien produziert 450.000 Tonnen Rindfleisch. importiert mussten 78.000 Tonnen im Vorjahr. Zum Abschluss seiner Aufzählung brachte er Salz ins Spiel. Indonesien besitzt die viert längste Küste der Welt muss aber rund 1 Millionen Tonnen Salz importieren!

Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass wir 100 Prozent unseres Weizen importieren müssen, was leider in Zukunft weiter notwendig sein wird.

Im Jahr 2011 wird die Einfuhr von Weizen voraussichtlich auf 6 Millionen Tonnen steigen. Der Import dieser fünf Nahrungsmitteln kostete im Jahr 2010 US $ 5.197.000.000 unserer Devisenreserven, die ein Fünftel des Haushalts.

Indonesische Ernährungsicherheit ist in einem sehr alarmierend Zustand, aufgrund der zu hohen Importzahlen.

Des wegen forderte der Präsident alle Anstrengungen zu unternehmen, dass mehr Nahrungsmittel in Indonesien direkt angebaut werden und nicht mehr importiert werden müssen.

Weiter stellte der Präsident ein Punkteprogramm vor.

  1. Im Bereich der Produktion, muss die Anordnung der agrarischen Ressourcen zugunsten kleiner Produzenten. Es muss Beschränkungen für großen Investoren beim Landerwerb geben. Die Infrastruktur muss verbessert werden, ein erhöhtes Vertrauen auf lokale Ressourcen, Selbstvertrauen in Bezug auf Saatgut-Technologie und der landwirtschaftlichen Produktion und gezielte Kapitalzuschüsse für die Landwirte.
  2. Der Lebensmittel Handel und Vertrieb muss besser Organisiert werden.
  3. Die Menschen des Landes müssen mehr auf einheimische Produkte zugreifen, dieses bedarf eine Verbesserung  der Bildung und Erklärungen um Anreize zum Kauf lokaler Nahrungsmittel zu erhöhen.

All diese Schritte sind bereits im Mittelfristigen Entwicklungsplan (MTDP) für Ernährungsicherheit angegeben.

Änderung  und deren Durchsetzung sind Notwendig, und bedürfen des politischen Willen zur Umsetzung der MTDP.

Wenn wir zu den Idealen der indonesischen Verfassung folgen, sollte die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln  Grundlage dazu sein um das Wohlergehen aller zu sichern.

4 Kommentare zu “Präsident spricht sich für Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln aus”
  1. na vielleicht geht der Präsident und seine Leute mit guten Vorbild voran und bauen dann im grossen Parlamentgarten Chili an !
    einfach an den Kopf greifen kann man sich da :
    dei argentinische Agrarministerin sagte, für die Grundversorgung sollte man die Kleinbauern einsetzten, Grosskonzerne sich um andere Sachen kümmern, dh , im Klatext, dei Deppen sollen 10h am Tag auf dem Feld stehen und ihre Erzeugnisse zu kleinen Peisen verkaufen, die Grosskonzeren machen dicke Kohle, zB mit Biosprit,

  2. Tja so ist das hier, und das mit den Grossgrundbesitzern ist auch nur eine Anspielung auf die Palmölplantagen gewesen. Aber so lange da nichts unternommen wird…

    Letztens kam ein Beitrag über Afrika, das Länder jetzt anfangen riesiege Länder zu pachten um dort Nahrungsmittel anzubauen. Die Idee find ich nicht schlecht schaft Arbeitsplätze ein Nachteil ist nur, das eben alles raus geht und nichts da bleibt.

  3. naja, Benetton ist der grösste private Landbesitzer in Argentinien, die Menschen beschweren sich, weil sie durch die Einzäunung von ihren feldern und Wasserquellen angeschnitten werden, natürlcih werden in Afrika riesige Felder entstehen, aber schon dei Bewässerung dürfte problematisch sein, die alten Farmer gibts nicht mehr, das sind Agrarkonzerne, Arbeitsplätze entstehen kaum , weil alles maschinell gemacht wird, da gibts ein paar wenige Spezialisten, meist aus Europa, im falle Ghana kann man das recht schön sehen, Ghana ist ein Land der Tomaten, Italiener haben einen Fabrik gebaut , um Tomaten zu verarbeiten, aber nicht dei einheimischen , sondern dei Tomaten kommen aus dem Ausland ( dei ghanesischen Arbeiter arbeiten in Italien für ein paar Cent auf den Tomatenfeldern) es gab ein Projekt der Un, man gab den Ghansen Handpressen mit denen sie ihre Tomaten verarbeiten konnten, allerdings, als keine Konservendosen mehr geliefert wurde, schlief das Projekt ein!

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