Illegal gehaltenes Krokodil tötet Frau / Screenshot: Jakarta Post

Illegal gehaltenes Krokodil tötet Frau


In Indonesien werden als Statussymbol oft Raubtiere gehalten. Dieses geschieht in vielen Fällen unter tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen!

Auf dem Gelände einer Perlenzuchtfarm wurde ein vier Meter langes Krokodil illegal in einem Wasserbecken gehalten. Am Mittwoch wurde die zerfetzte Leiche der 44-jährigen Laborchefin der Firma im Becken des Krokodils entdeckt. Ihre Hände und der größte Teil ihres Bauches fehlten und wurden wahrscheinlich von diesem Krokodil gefressen.

Es wird angenommen, dass die Frau bei der Fütterung des Tieres sehr unvorsichtig gewesen ist und dabei von dem Krokodil angefallen und in das Becken gezogen wurde. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Krokodil wurde beschlagnahmt

Die zuständige Naturschutzbehörde beschlagnahmte das vier Meter lange Tier und will dieses in einem Nahe gelegenen Tierschutzgebiet auswildern. Dazu wurden die Polizei und selbst die Armee zur Hilfe gebeten, um das Tier einzufangen und abzutransportieren. 

Viele Indonesier halten sich illegal gefährliche Tiere und Präsentieren diese als Statussymbole. Auf meiner Fahrt vom Vulkan Bromo (Java) nach Bali, die wir mit einem Bus unternahmen, präsentierte mir der Busbetreiber Stolz seine 3 in engen Käfigen gehaltenen Tiger. 

Aber auch Fischadler, die frei in einem Wohnzimmer lebten, wurden mir bereits präsentiert. Weitere gefährliche Tiere, die mir in meinem zehnjährigen Leben in Indonesien vorgezeigt wurde, sind, Gift und Würgeschlangen, die gern bei der Fütterung präsentiert werden, ein Hai in einem Pool und Komodowarane.

Fragen über die Haltungsbedingungen werden üblicherweise von den Haltern auf indonesische Art weggelächelt. 

Auch in Jakarta kommt es immer wieder zu Krokodilsichtungen!

Die Tiere, die hier in Freiheit leben, werden auf bestialische Weise gejagt und umgebracht, obwohl sie mit ihren 1,5 Metern noch recht kleine Exemplare sind. Solche Nachrichten wie diese hier, verschärfen die Gewaltbereitschaft auf diese in Freiheit lebenden Tiere. Wobei hier wieder einmal die ärmere Bevölkerung die auf illegale Weise ihre Häuser direkt an Flüssen gebaut hat, betroffen ist. Die Menschen werden vorübergehend immer wieder geduldet und nur vertrieben, wenn es in Jakarta bei den Reichen wieder einmal Hochwasser gab und die Schuld dann auf die illegalen Gebäude an den Ufern der Flüsse geschoben wird. 

Anders sieht es dann bei der Tierwelt aus. Anstatt, dass man hier von Behördenseite den Versuch startet, die gesichteten Tiere einzufangen, überlässt man dieses einem Mob, der die Tiere quält und diese tötet!



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