Buchvorstellung: Kauderwelsch, Indonesisch Wort für Wort

Kauderwelsch, Indonesisch Wort für Wort

Kurzbeschreibung

Die Sprechführer der Kauderwelsch-Reihe orientieren sich am typischen Reisealltag und vermitteln auf anregende Weise das nötige Rüstzeug, um ohne lästige Büffelei möglichst schnell mit dem Sprechen beginnen zu können, wenn auch vielleicht nicht immer druckreif. Besonders hilfreich ist hierbei die Wort-für-Wort-übersetzung, die es ermöglicht, mit einem Blick die Struktur und „Denkweise“ der jeweiligen Sprache zu durchschauen. Wie jeder Reisende weiß, reichen schon wenige Kenntnisse einer Sprache aus, um mit den Menschen in näheren Kontakt zu kommen, zur richtigen Zeit zum richtigen Ort zu gelangen oder landesübliche Preise zu bezahlen. Wer nach Indonesien fährt, wird feststellen, daß außerhalb der Touristenzentren kaum noch Englisch gesprochen wird und sich der englische Wortschatz mit einem freundlichen „Hello Mister“ schnell erschöpft. In diesen Gegenden ist es darum ratsam, wenigstens ein Minimum der Sprache zu beherrschen, wenn man nicht stumm vor seinem Gegenüber stehen will. Da in Indonesien Hunderte von Sprachen und Dialekten nebeneinander existieren, versucht dieser Sprechführer, dem Reisenden die nationale Sprache Bahasa Indon!sia näherzubringen, mit der man sich in jeder Region verständigen kann. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht auf der Vermittlung komplizierter Grammatikregeln, sondern auf dem Kommunikationsteil. Wichtig ist v. a., daß man versteht und verstanden wird, weniger daß ein Satz grammatikalisch einwandfrei ist. Ergänzt wird diese Sprachhilfe durch interessante Hinweise auf Land und Leute, so daß man ganz nebenbei auch Wissenswertes über die indonesische Kultur erfährt. — Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Umschlagtext

Die Begleitkassetten der Kauderwelsch-Reihe sind für diejenigen gedacht, die sich bereits vor Reisebeginn mit dem Klang und der Intonation der Sprache vertraut machen möchten. MuttersprachlerInnen lesen alle im Buch auftauchenden Sätze, Formulierungen und Redewendungen und vermitteln so einen ersten akustischen Eindruck des Gastlandes. — Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Die hilfreichste positive Rezension

Nicht aus Zufall ist dies Band 1 der Reihe. Keine Sprache eignet sich so gut, wie Bahasa Indonesia, auch für eine 2-3 wöchige Reise genug zu lernen um sich sehr passabel mit den Einheimischen verständigen zu können (und sogar deren Antworten meistens zu verstehen!). Logisch aufgebaut, handlich, praktisch nutze ich ihn nun schon im 3. Indonesien-Urlaub. Meiner Meinung nach von unschätzbarem Vorteil für alle, die nicht pauschal reisen, sondern Land und Leute kennenlernen wollen. Habe bereits 3 Exemplare gekauft und an Freunde verschenkt 😉 Die Flugzeit reicht aus, um bei Ankunft bereits alle Zahlen und geläufigen Floskeln zu kennen und erstaunlich gut einsetzen zu können. Handeln und Smalltalk mit Verkäufern, Kindern, Bauern und Taxifahrern macht richtig Spass.

Die hilfreichste kritische Rezension

Eines vorweg: im Prinzip ist dies ein sehr gelungener Sprachführer, und es gibt vermutlich keinen besseren für Indonesisch. Die meisten wichtigen Inhalte sind drin und auch gut gruppiert. Die Methode, Beispielsätze sowohl wörtlich als auch in der echten Bedeutung zu übersetzen, ist ein toller Ansatz und hilft bei Indonesisch ganz besonders.

Formal besitzt das Buch einen Grammatik- und einen etwas größeren Konversationsteil. Letzterer hat mich etwas enttäuscht, weil er nur sehr wenige Sätze enthält und größtenteils aus Wortlisten besteht. Praktisch zum Nachschlagen, aber ungeeignet zum Lernen. Der Grammatikteil ist hingegen genial. Er ist leicht zu lesen, stark auf Konversation ausgerichtet und m.E. quasi der bessere Konversationsteil.

Nun zu der schlechten Nachricht, die mich nicht nur einen, sondern gleich zwei Sterne abziehen lässt. Was dieses Buch dringend braucht und leider offenbar nie hatte, ist ein Lektor. Obwohl mein Exemplar bereits aus der 12.Auflage stammt, enthält das Buch am laufenden Meter Unstimmigkeiten. Einige Beispiele:

Es gibt lobenswerterweise am Ende des Buches ein Register mit allen eingeführten indonesischen und deutschen Wörtern nebst Übersetzung. Leider fehlen jedoch etliche Worte hier, ohne dass ein Muster erkennbar wäre, welche Worte betroffen sind – ich denke mal, sie wurden einfach vergessen.

Manchmal ist auch einfach ein Wort falsch übersetzt – die meisten dieser Dinger sind mir als nicht-Indonesich-Sprechenden wohl entgangen, aber bei Sachen wie motor=Werkstatt wird man leider zu Recht misstrauisch (dieses deutliche Beispiel ist wohl ein Setzfehler).

Ob die zahlreichen zusammengesetzten Ausdrücke in Wortlisten Wort-für-Wort übersetzt werden, ist leider Glückssache. Ebenfalls bedauerlich: gibt es für ein Wort mehrere Übersetzungen, die aber keine Synonyme sind, so wird oft darauf nicht hingewiesen bzw. der Unterschied nicht erklärt. Und selbst auf den Hinweis, dass das e mit Akzent nur eine Lexikon-Umschreibung ist und in der Sprache gar nicht vorkommt, bin ich jedenfalls im Buch nicht gestoßen.

Schließlich fehlt mir gerade im email-Zeitalter das Vokabular zum Briefeschreiben (insbesondere Anrede und Verabschiedung). Diese Schwäche haben leider fast alle Fremdsprachenbücher, dadurch wird sie aber nicht weniger ärgerlich.

Mein Fazit: das Konzept ist ausgezeichnet, und das vorliegende Werk in der 12.Auflage ist ein guter Ausgangspunkt für die Erstellung eines wirklich guten Sprachführers. Eine umfangreiche Überarbeitung ist aber dringend nötig. So wie es jetzt ist, ärgert man sich bei der Benutzung einfach zu oft.

7 comments on “Buchvorstellung: Kauderwelsch, Indonesisch Wort für Wort
  1. Habe mir dieses Buch vor kurzem zugelegt und studiere es gerade…
    Bisher finde ich es ganz hilfreich… Ob es sich gelohnt hat, wird sich nach der nächsten Lombok-Reise zeigen 😉

  2. Danke, Silvio – ein schöner & interessanter Blog übrigens…

    @Franz: Lombok ist eigentlich groß,…. ziemlich groß sogar. Die Gilis sind eher das, was ich unter klein verstehe… 😉

  3. einen schönen Urlaub auf alle Fälle und vor allem, wenn Du nach D kommst, bring eine bischen Sonne mit-gestern hats im Schwarzwald geschneit!

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