Der russische Influencer Sergey Kosenko wurde aus Bali und Indonesien ausgewiesen. Grund war ein Instagram-Post, wo er mit einem Moped ins Meer sprang.

Das so etwas nicht korrekt ist, keine Frage. Jedoch verwundert mich es schon. Noch vor ein paar Wochen, wollte Bali selbst, tausende Influencer aus aller Welt einladen, um über Bali berichten zulassen, damit wieder Touristen die Insel besuchen. Nun wirft man aus Bali, den russischen Influencer vor, in Indonesien gearbeitet und somit einen Visaverstoß begangen zu haben.

Man sei sich sicher, dass der Influencer sich angeblich mit potenziellen Kunden, für Marken, die er vertritt, auf Bali getroffen habe. Schaut man sich diese Behauptung der indonesischen Behörden an, dürfte kein YouTuber oder Influencer, der Werbepartner besitzt, in Indonesien ein Video drehen oder einen Post in seinen sozialen Medien posten. Von indonesischer Seite, scheint dieses Arbeit zu sein.

Visum wäre am 28. Januar ausgelaufen

Mittlerweile hat der Influencer seinen Instagram Account auf privat gestellte. Auf Instagram hat er 4,9 Millionen Follower! Man darf sich aber gewiss sein, wie sein Feedback und damit die Werbung für Bali und Indonesien aussehen wird. Natürlich war es ein Verstoß und hier hätte man ehern einem jungen Influencer einmal aufzeigen sollen, dass die Umwelt ein hohes Gut ist.

Da das Visum sowieso in den nächsten Tagen ausgelaufen wäre, hätte man als PR Maßnahme, den Influencer ehern dafür nutzen sollen, das er Strände von Müll reinigt. In meinen Augen eine sinnvolle Bestrafung und kostenlose Werbung für Bali und den Versuch den Umweltschutz zu verbessern. Dann hätte Bali wirkliche einmal positive Werbung gehabt. Das Zeichen jetzt für die russische Jugend, die man während der Pandemie für Bali werben möchte. Fliegt nur nicht nach Bali, dort dürft ihr keinen Spaß haben. Mit der Strandreinigung wäre das Fazit wohl ehern. Bali ist Geil, du kannst Spaß haben, musst aber auch mit Konsequenzen rechnen, aber egal ich habe den Strand gereinigt, was für die Umwelt getan und eine geile Zeit auf Bali gehabt.

Auch deutsche Auswanderer leben gefährlich

In der Vorweihnachtszeit boten einige, die Vermittlung von Visa an, die nicht für touristische Zwecke gedacht waren. Dieses ist Visabetrug und kann zu unerwarteten Konsequenzen führen. Einerseits ist der Handel mit Visa und Sponsoren, ein Verstoß und andererseits ist man als Ausländer immer noch Business mäßig stark eingeschränkt, insbesondere wenn man im indonesischen Tourismus tätig ist.

Selbst wenn man sich an alle Vorschriften in Indonesien hält, kann der Neid eines Nachbarn, schnell zum Ärgernis führen. Korruption macht eine rechtliche Verteidigung fast aussichtslos. In der Regel wird man sich schneller auf dem Abschiebeflug befinden, als wie man sich einen Rechtsanwalt suchen könnte. Ein Verfahren außerhalb von Indonesien anzustreben, ist dann fast aussichtslos. Nicht vergessen sollte man, dass man mit der Ausweisung, eine Wiedereinreisesperre erhält. Wenn man Glück hat für 10 Jahre. Im schlimmsten Fall kann das Einreiseverbot Lebenslang gelten..  

Ich möchte hier keine Angst verbreiten. Man kann sehr wohl sich in Indonesien eine neue Heimat aufbauen. Den Beweis liefere ich persönlich, der seit 2008 in Indonesien lebt. Fakt ist es aber auch, dass man ohne indonesische Freunde zu haben, es immer schwerer haben wird.

1 Kommentar
  1. Da hast du voll recht. Ich bin Indonesier, der in Deutschland seit 2017 gelebt. Ich halte mich vorsichtig im Alltag und denkt im voraus was andere auf mich im Kopf halten wenn ich irgendetwas mache. In Indonesien wir haben ein sehr bekannte Spruch: “Dimana bumi dipijak, disana langit dijunjung” (unoffizielles Übersetzung: Man ehrt die (lokale)Lebewesen/Regeln wovon man sich die Erde tritt”.

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